Gemeinde Hüllhorst

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30.03.2020

Bau eines neuen Hochwasserbehälters für Trinkwasser

Spatenstich Hochbehälter für Trinkwasser

Auf einem Gelände an der Wellenstraße in Bad Oeynhausen-Bergkirchen errichtet der Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen einen zusätzlichen Hochbehälter für die kommunale Trinkwasserversorgung. Der Verband fördert Trinkwasser im Gebiet Hille-Südhemmern und beliefert die örtlichen Trinkwasserversorger in den Mitgliedsstädten und –gemeinden. Mitglieder sind die Gemeinde Hüllhorst, die Stadt Bad Oeynhausen, die Stadt Löhne und der Wasserbeschaffungsverband des Amtes Hartum / Hille.

Der insgesamt 10.000 Kubikmeter Trinkwasser fassende Hochbehälter soll im April 2021 in Betrieb gehen. Um diese kurze Bauzeit zu erreichen, wird der Behälter mit vorproduzierten Spannbetonbauteilen errichtet. Die Investitionssumme liegt bei 3,8 Mio. Euro. Der Hochbehälter wird in der Nähe von zwei bereits vorhandenen Hochbehältern errichtet. Derzeit finden die Erd- und Oberflächenarbeiten statt. Es handelt sich bei dem Bauwerk um einen so genannten Brillenbehälter mit 2 runden Kammern von je 5000 Kubikmetern Fassungsvermögen und einem Durchmesser von rund 36 Metern. Die beiden Kammern grenzen unmittelbar aneinander und werden durch eine Schieberkammer verbunden, was die Form einer Brille ergibt. Das Gebäude wird außen weitestgehend mit Boden angefüllt; es wird daher nur im unteren Hangbereich aus dem Boden herausragen. Die Dächer der Wasserkammern werden aus statischen und ästhetischen Gründen nicht wie üblich mit Erde überdeckt, sondern als Gründächer hergestellt. Befüllt wird der Hochbehälter später über die bestehende Rohrleitung vom Wasserwerk Südhemmern aus. Auch die beiden unmittelbar benachbarten Hochbehälter mit 7.250 m³ Volumen werden so mit Trinkwasser befüllt.

In den zurückliegenden Jahren hatte es an einigen sehr heißen, trockenen Sommertagen Versorgungsengpässe gegeben. Daraufhin hatten die Verbandsmitglieder und der Wasserbeschaffungsverband reagiert und Anstrengungen zur Verbesserung der Versorgungsinfrastruktur unternommen. Zusammen mit dem benachbarten Wasserbeschaffungsverband Kreis-Herford-West wurde zudem Anfang des Jahres das Netzwerk „Trinkwasser in Ostwestfalen“ gegründet, um noch enger zusammen zu arbeiten.

Mit dem zusätzlichen Behälter am Standort Bergkirchen wird der sommerliche Spitzenbedarf über einen längeren Zeitraum ausgeglichen; so wird zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung beigetragen. Insgesamt steht damit für die rund 125.000 Menschen im Verbandsgebiet ein Speichervolumen von 17 250 Kubikmetern Trinkwasser in den Hochbehältern zur Verfügung. Die durchschnittliche tägliche Abgabemenge liegt bei 14.000 Kubikmetern. An heißen Sommertagen werden im Extremfall bis zu 18.500 Kubikmeter abgegeben.