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28.06.2019

Breitbandausbau im Kreis Minden-Lübbecke

Breitbandausbau 2019

Der Kreis Minden-Lübbecke hat das Bieterverfahren zum Breitbandausbau im unterversorgten Kreisgebiet erfolgreich beendet und die notwendigen Antragstellungen bei Bund und Land aktualisiert. Heute hat der Kreis das beauftragte Unternehmen im Kreishaus in Minden präsentiert, die INTERNEXIO Pacht & Management GmbH. Das Unternehmen aus Hamburg wird in den kommenden ca. drei Jahren die so genannten weißen Flecken im Kreisgebiet ausbauen, also die Bereiche, in denen weniger als 30 Mbit/s Internet-Datenleistung angeboten werden. Bis zu 21.000 Haushalte können von dem Ausbau profitieren.

Startschuss für den Ausbau ist im September 2019, sofern bis dahin Bund und Land ihre bisherigen Finanzierungszusagen verbindlich bestätigt haben. Insgesamt werden im Kreisgebiet ca. 47.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Das bedeutet Investitionen im Wert von über 110 Mio. Euro und Tiefbauarbeiten von 1.700 Kilometern. Der Ausbau ist ein wichtiger Schritt innerhalb der Breitbandstrategie des Kreises, denn jetzt werden die unterversorgten Gebiete mit ausschließlich Glasfaserleitungen – als der zurzeit leistungsstärksten und zukunftsichersten Technologie – ausgestattet. „Wir freuen uns sehr, nach einem langen und aufwändigen Verfahren heute einen Bieter präsentieren zu können, der den Breibandausbau im Kreisgebiet umsetzt“, sagte Landrat Dr. Ralf Niermann. „Für viele Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen und Einrichtungen ist damit endlich eine Perspektive geschaffen worden. Gleichzeitig ist dieses wichtige Infrastrukturprojekt ein Meilenstein für die Entwicklung des Mühlenkreises“, so Dr. Niermann weiter. Die Kreisverwaltung hatte zuvor im Auftrag aller Kommunen das Antrags- und Bieterverfahren durchgeführt.

Der Breitbandausbau im Kreisgebiet ist ohne eine erhebliche Förderung finanziell nicht zu schultern. Bund und Land finanzieren 50 bzw. 40 Prozent der Wirtschaftlichkeitslücke – das ist der Betrag der Gesamtkosten, der nicht durch Einnahmen gedeckt ist. Im Kreis Minden-Lübbecke beträgt die Wirtschaftlichkeitslücke 95 Mio. Euro. Die Kommunen müssen dabei in der Regel zehn Prozent Eigenanteil leisten. Das Land Nordrhein-Westfalen leistet diesen kommunalen Eigenanteil zusätzlich bei Kommunen, die bei Antragstellung in Haushalt sichernden Verfahren waren, konkret sind dies im Kreisgebiet Minden, Porta Westfalica und Preußisch Oldendorf.

Der Vergabe des Auftrags zur Erschließung der weißen Flecken im Kreisgebiet ging ein komplexes Verfahren voraus. Von der ersten Antragstellung bis zum erwarteten Spatenstich werden knapp drei Jahre vergangen sein. Mitte 2016 hatte der Kreis einen Masterplan erstellt, anschließend erfolgte der Antrag im dritten Aufruf des Bundesförderprogramms. Die vorläufigen Förderbescheide von Bund und Land wurden im März und August 2017 übergeben. Dem folgten Teilnahmewettbewerbe und Ausschreibungen, die im Mai 2018 erste verbindliche Angebote zum Ergebnis hatten. Auf vier sogenannte Lose im Kreisgebiet waren damals keine oder nicht wertbare Angebote abgegeben worden. Damit wäre eine Vergabe im Rahmen des Förderprogramms nicht möglich gewesen und das ganze Verfahren gescheitert. Um dies zu verhindern, wurde die Leistungsbeschreibung modifiziert und somit waren weitere Ausschreibungen möglich. Diese Ergebnisse lagen schließlich  im November 2018 vor, aus ihnen ging INTERNEXIO als Gewinner der Ausschreibung hervor. Vorbehaltlich der zugesagten Förderungen wurde der Auftrag im April 2019 vergeben.

Durch die inzwischen verhältnismäßig lange Laufzeit des Verfahrens und durch die aktuellen Marktentwicklungen sind nach jetzigem Stand Kostensteigerungen zur ursprünglichen Kalkulation unausweichlich: Die Wirtschaftlichkeitslücke hat sich im Ergebnis verdreifacht. Bund und Land tragen dieser Entwicklung Rechnung und haben angekündigt, die notwendigen Mehrkosten für den Ausbau zu übernehmen. „In der derzeitigen Situation, in der in ganz Deutschland Glasfaserkabel verlegt, Straßen instand gesetzt und Brücken saniert werden, ist der Markt insbesondere für Tiefbauleistungen völlig überhitzt“, sagt Kreiswirtschaftsförderer Oliver Gubela. „Es ist für die kommunale Familie von großem Wert, dass Bund und Land dieser Situation Rechnung tragen und die Fördersummen anpassen“, so Gubela weiter.

INTERNEXIO wird voraussichtlich ab September 2019 mit dem Ausbau beginnen. Erste Spatenstiche werden in Petershagen, Stemwede und Rahden gesetzt. Der Kreis wird somit von zwei Seiten erschlossen. Der Ausbau erfolgt in regionalen Abschnitten, die eng von Informationsveranstaltungen zur Technik und den angebotenen Produkten begleitet werden. Der stufenweise Ausbau sichert einen intensiven Informationsfluss und einen effizienten Bauablauf.

Voraussetzung für den Anschluss eines Gebäudes ist der Abschluss eines Dienstleistungsvertrages mit INTERNEXIO. „Unser Netz ermöglicht die besten Übertragungsraten – hieran haben wir unsere Produkte ausgerichtet“, erläutert INTERNEXIO-Geschäftsführer Paul Gummert. Die Produktpalette sieht Internet-Dienste von 200 bis 1.000 Mbit/s ab 40 Euro im Monat vor. Ab August beginnt die Vermarktung in den ersten Ausbaugebieten. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich zudem unter www.internexio.de über das Diensteangebot informieren.

Exkurs: Wer ist INTERNEXIO?

Die INTERNEXIO-Gruppe ist seit 2012 im Markt der öffentlichen Breitbandnetze aktiv. Zum Unternehmensportfolio gehört neben der Errichtung und dem Betrieb sogenannter passiver und aktiver Breitbandinfrastrukturen auch die Versorgung von privaten und gewerblichen Endkunden mit Gigabit-Produkten der neusten Generation. So betreibt INTERNEXIO seit Juni 2019 Privatkundenanschlüsse mit 10.000 Mbit/s.

Darüber hinaus sorgt INTERNEXIO in den eigenen Netzen für die Glasfaserarbeiten und beschäftigt eigene Glasfasermonteure mit dem Bau und der Instandhaltung der Glasfaserinfrastruktur.

INTERNEXIO greift auch durch die Projektverantwortlichen auf eine langjährige Erfahrung bei der Umsetzung großer Breitbandprojekte zurück. Technik, Vertrieb, Planung und Organisation haben sich über die Jahre bewährt. Durch die Projekterfahrung ist INTERNEXIO in der Lage, alle Maßnahmen zum Projekterfolg frühzeitig einzuleiten – über die Bauausführung, Kosten- und Qualitätskontrolle bis hin zu hochqualitativem Kundenservice.

Als Experten für den Glasfaserausbau vereint INTERNEXIO Projekterfahrung, Innovation und Effizienz. INTERNEXIO liefert aus einer Hand und ist Ansprechpartner für alle Belange der Bürgerinnen und Bürger.

INTERNEXIO betreibt ab Herbst 2019 zwei dauerhafte Standorte in Minden und Lübbecke. Darüber hinaus werden während der Ausbauphasen in den jeweiligen Ortschaften Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Der persönliche Kontakt vor Ort sichert allen Beteiligten das optimale Ergebnis für den Hausanschluss und die Wahl der zu buchenden Dienste.